Rückschau: Lesung mit Tobi Katze: „Morgen ist leider auch noch ein Tag“

von Julia Schmalfuß

Depression – eine Erkrankung, die viele Menschen betrifft und meist eine gewisse Schwere in sich birgt.

Depression – ein Thema bei dem die meisten Mienen ernst werden, wenn man es anspricht.

Depression – eine Lesung, die einen Raum voller Menschen zum Lachen bringt?

Das können sich viele nicht vorstellen, doch genau das schafft Tobi Katze mit seinem Buch „Morgen ist leider auch noch ein Tag – Irgendwie hatte ich von meiner Depression mehr erwartet“. Mit humorvollen Texten und selbstironischer Vortragsweise schafft er es, dem Thema eine gewisse Leichtigkeit zu geben ohne die Schwere zu verkennen.

In schlechten Phasen starrt er stundenlang die Raufasertapete an („irre Action für die Augen“), diskutiert ausgiebig mit sich selbst die Sinnlosigkeit des Aufräumens und lässt sich von einem klingelnden Telefon Schuldgefühle einreden. In sehr schlechten Phasen ist sogar das zu anstrengend. „Sie haben eine Depression“, sagt sein Therapeut. „Wenn Sie damit meinen, dass meine Hirnchemie laut Arschloch schreit – gebe ich Ihnen Recht“, sagt er. Unterhaltsam und selbstironisch erzählt Tobi Katze Geschichten über das Leben mit der psychischen Erkrankung, die er mit 4 Millionen Menschen in Deutschland teilt.

Spricht man so über die Erkankung Depression? Ja, genau so! Und es darf dabei herzhaft gelacht werden.

Einen kleinen Ausschnitt der Lesung, die wir bei Philippus Leipzig durchführen konnten, können Sie hier sehen.

Das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. dankt …

… dem Verband der gesetzlichen Krankenkassen und dem Verband der Ersatzkassen im Freistaat Sachsen, sowie …