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Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus

Ort: Neues Rathaus, Untere Wandelhalle, Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig
Öffnungszeiten: Mo – Do 8–18 Uhr / Fr 8–15 Uhr

Fotos: Benjamin Traub, 1914–1941, Privatbesitz David Föll, 1858–1940, Landesarchiv Baden-Württemberg Irmgard Heiss, 1897–1944, Familienarchiv Stellbrink

Die Wanderausstellung der DGPPN wurde in Kooperation mit den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Topographie des Terrors erstellt und bereits von mehr als 355.000 Menschen besucht. Nachdem sie 2014 im Deutschen Bundestag unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet wurde, war sie national und international an mehr als 48 Standorten zu sehen.

Kranke und behinderte Menschen gehören zu den Verfolgten des Nationalsozialismus. Sie galten als Belastung für die deutsche »Volksgemeinschaft«. Bis zu 400 000 Menschen wurden ab 1934 gegen ihren Willen sterilisiert, mehr als 200 000 Menschen aus Heil- und Pflegeanstalten ermordet. Dies geschah inmitten der deutschen Gesellschaft, verantwortet von Psychiatern, Neurologen, Kinder- und anderen Fachärzten, von Verwaltungsfachleuten und Pflegekräften.

Die Ausstellung nimmt die Frage nach dem Wert des Lebens als Leitlinie. Sie erzählt die Geschichte von Ausgrenzung, Zwangssterilisationen und Massenmord, beschäftigt sich mit Opfern, Tätern, Tatbeteiligten und Opponenten und fragt schließlich nach der Auseinandersetzung mit dem Geschehen von 1945 bis heute.

Exemplarische Biografien ziehen sich durch die gesamte Ausstellung: In den Akten der Opfer werden die vielen verschiedenen Akteure fassbar, die an den Verbrechen beteiligt waren. Ihren Blicken auf Patienten werden deren eigene Äußerungen gegenübergestellt.

Begleitprogramm zur Ausstellung

Sonntag, 27. Januar 2019 I 12:30 Uhr
Einführung in die Ausstellung, Universität Leipzig/DGPPN, Prof. Dr. med. Steffi Riedel-Heller, MPH/DGPPN

Sonntag, 27. Januar 2019 I 14:30 – 18:30 Uhr
Symposium Europäische Gedenken und Herausforderungen für die Gegenwart, Ratsplenarsaal

Montag, 28. Januar 2019 I 17 Uhr
Film-Seminar „NS-Propaganda im Film“, „Ich klage an“ (Regie: Wolfgang Liebeneiner, D 1941) mit Einführung und Diskussion (Mit freundlicher Unterstützung der Murnau-Stiftung), Kinobar Prager Frühling, Bernhard-Göring-Straße 152 Haus der Demokratie, 04277 Leipzig

Dienstag, 29. Januar 2019 I 11 Uhr
Führung durch die Ausstellung (Angebot für Schulen), Neues Rathaus, Untere Wandelhalle, Berit Lahm, Thomas Seyde

Dienstag, 29. Januar 2019 I 18 Uhr
Cornelia Lotter „Birkensommer“, Lesung aus dem historischen Roman zum Thema „Euthanasie“, Untere Wandelhalle

Donnerstag, 31. Januar 2019 I 11 Uhr
Führung durch die Ausstellung (Angebot für Schulen), Neues Rathaus, Untere Wandelhalle, Berit Lahm, Thomas Seyde

Donnerstag, 31. Januar 2019 I 18 Uhr
Vortrag „Aufarbeitung, Erinnerung und Gedenken in Leipzig“, Untere Wandelhalle, Thomas Seyde

Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4, 04109 Leipzig
Ansprechpartner:
Berit Lahm, Tel.: 0341 1234314
Thomas Seyde, Tel.: 0341 1236806

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...dem Verband der gesetzlichen Krankenkassen und dem Verband der Ersatzkassen im Freistaat Sachsen, sowie ...

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