Unser Schirmherr

Sebastian Krumbiegel von den „Prinzen“ ist seit Mai 2019 Schirmherr unseres Vereins.

Der gebürtige Leipziger identifiziert sich mit unserem Leitbild und unterstützt die Aktivitäten des Bündnisses.

„Depression sollte kein Tabuthema mehr sein. Daher möchte ich mich als Schirmherr dafür einsetzen, die Aufklärung zu diesem sensiblen Thema weiter zu verbessern und stehe hinter dem Engagement der vielen Ehrenamtlichen des Leipziger Bündnisses.“

© Wustmann

Sebastian Krumbiegel zu Gast im Podcast nervensache von Dr. Daniel Zeidler, Vorstandsmitglied im Leipziger Bündnis gegen Depression e. V.


Unser Vorstand

Der Vorstand des Leipziger Bündnisses gegen Depression e. V. besteht derzeit aus vier Personen: dem Vorsitzenden, seinem Stellvertreter, dem Schatzmeister und der Kassenwartin, sowie bis zu zwei weiteren Mitgliedern, die zusätzlich in den Vorstand berufen werden können.

Bei der 7. ordentlichen Mitgliederversammlung am 22.01.2020 wurden Kirk Peiffer, Dr. med. H. Daniel Zeidler und Stan Pohling gewählt.

Vorstandsvorsitzender: Kirk Peiffer (links) Stellvertretender Vorstandsvorsitzender: Dr. Daniel Zeidler (2. v. links) Kassenprüferin: Isolde Gräfe-Köpp (3. v. links) Schatzmeister: Stan Pohling (rechts)

Kirk Peiffer (im Bild links), ist Geschäftsführer des Gutshof Stötteritz e. V., wo er sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung und die Belange von Personen mit seelischen Beeinträchtigungen engagiert. Von Hause aus Lehrer, versteht er den Stellenwert lebenslangen Lernens für das Gesundheitsmanagement. Seit 2000 arbeitet der US-Amerikaner in kaufmännischen und Führungspositionen, seit 2010 in Leipzig. Seinen breit aufgestellten beruflichen Erfahrungsschatz stellt er dem Leipziger Bündnis gegen Depression zur Verfügung, um die Professionalisierung der Vereinsarbeit weiter voranzubringen. Er ist davon überzeugt, dass ein öffentlicher Diskurs des Themas Depression in Verbindung mit dem Erzählen persönlicher Geschichten einen Verständniswandel unterstützen kann. Er setzt sich dafür ein, dass seelisches Gesundheitsmanagement dieselbe Aufmerksamkeit erfährt wie körperliche Gesundheitssorge durch Fitness und gesunde Ernährung.

Dr. med. Daniel Zeidler (2. v. links), Studium der Humanmedizin und Promotion in Berlin und Hamburg. Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. 19 Jahre Berufserfahrung als Arzt und Therapeut. Schwerpunkte Burnout, Depression, Onlinesucht, Persönlichkeitsentwicklung. Zuletzt klinisch tätig als Ltd. Oberarzt an der Psychosomatischen Saale Reha-Klinik I. Verhaltenstherapeut, Coach und Supervisor in eigener Praxis seit 2014. Dozent am Institut für Verhaltenstherapie (IVT). Schon länger ist es ihm ein großes Anliegen, die Situation von Betroffenen und Angehörigen sowie mit Aufklärung und Aktivitäten die Hilfe zur Selbsthilfe zu verbessern. Im Sinne des Leitbildes des Leipziger Bündnisses gegen Depression e.V. möchte er daher den Weg zu noch mehr Akzeptanz und Verständnis für die Komplexität der Erkrankung weiter mitgestalten.

Stan Pohling (im Bild rechts) hat 1998 eine handwerkliche Ausbildung zum Elektroinstallateur absolviert. Er war bis 2001 in der Firma Elektromontagen Leipzig beschäftigt. Seit 2001 ist er im Leipziger Brauhaus zu Reudnitz beschäftigt. 2011 hat er ein Fernstudium beim DAA Technikum in Jena und Osnabrück mit dem Titel „Staatlich geprüfter Techniker Elektrotechnik und Automatisierungstechnik“ erfolgreich abgeschlossen. Im Jahr 2012 wechselte er in die Leitungsebene im Bereich Technik Instandhaltung. Diese Position übt er bis heute aus. 2016 absolvierte er darüber hinaus bei der IHK zu Leipzig die Ausbildung der Ausbilder (AdA). Über die Freiwilligen-Agentur Leipzig kam er 2017 in Kontakt mit dem Leipziger Bündnis gegen Depression. Wie schon in der Wahlperioden 2018 und 2019 wurde er in 2020 in den Vorstand gewählt.

Isolde Gräfe-Köpp (3. v. links) wurde als Kassenprüferin für ein weiteres Jahr bestätigt.

Neue Mitwirkende im Vorstand gesucht

Seit unserer Gründung ist das Leipziger Bündnis gegen Depression an Mitgliedern, Mitarbeitenden und Aufgabenfeldern stetig gewachsen. Beim aktuell laufenden Projektpaket „Neue Zugangswege in die Selbsthilfe“ verzeichnen wir Erfolge und Fortschritte. Neben der Projektarbeit gehört der Betrieb der Anlaufstelle im Waldstraßenviertel sowie der allgemeine Aufklärungsauftrag zum Tagesgeschäft.  Darüber hinaus werden kleinere Projekte und Kooperationen durch Haupt- und Ehrenamtliche verwirklicht.

Auch die Vorstandsarbeit wird über Ehrenamtliche geleistet. Dafür suchen wir neue Mitwirkende!

Erforderlich sind bestenfalls fünf Personen für fünf Funktionsbereiche:

  • Strategie und Vereinsentwicklung,
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Finanzen,
  • Operative Steuerung (einschl. Personalführung und Vertragsmanagement),
  • Lektorat und Recherche.

Der aktuelle Vorstand will und wird den Übergang zur neuen Vorstandsstruktur begleiten. Er gibt sein Engagement für das Leipziger Bündnis gegen Depression nicht auf. Es wird jedoch Platz für neue Personen im Vorstand gemacht. Generell wird davon ausgegangen, dass Betroffene und nicht Betroffene die Vereinsarbeit gemeinsam leisten. Eine Angabe zur eigenen Betroffenheit ist keine Voraussetzung für eine Mitwirkung im Vorstand.

Wichtig sind:

  • Zeit und Energie (5 bis 15 Stunden im Monat),
  • Ideen und Erfahrung (erprobt in einem der o. g. Funktionsbereiche),
  • Klarheit über die Mitwirkung und Identifikation mit unseren Vereinszielen.

Wenn Sie sich in einer dieser Rollen sehen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Wir beantworten gern Ihre Fragen und freuen uns auf weiterführende Gespräche. Im ersten unverbindlichen Schritt wünschen wir uns einen Austausch beider Seiten über die Erfahrungen bzw. Erwartungen an die aktive Mitwirkung im Verein. Dazu sind wir per E-Mail und telefonisch über die Anlaufstelle erreichbar.

Kirk Peiffer, Vorstandsvorsitzender
Daniel Zeidler, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
Stan Pohling, Schatzmeister


Unser Hauptamt und Ehrenamt

Die Vereinsarbeit wird getragen von einem Team aus Vorstand, Mitarbeitenden und ehrenamtlich Engagierten. Betroffene und nicht Betroffene leisten die Vereinsarbeit gemeinsam. Wir verstehen uns als offene Gruppe, in der Mitstreiter*innen und Impulse, die in Einklang mit unserem Leitbild stehen, jederzeit willkommen sind.

Unser Team aus fünf hauptamtlich Tätigen verantwortet die Projekte und die Beratungszeiten in unserer Anlaufstelle. Zwei Projektleitende, eine Theaterpädagogin, zwei Assistentinnen und ein Ehrenamtskoordinator stemmen die Projekt- und Vereinstätigkeiten sowie den Theaterladen „Selbst & Los“.


Unser Ehrenamtsteam
setzt sich aus etwa 35 engagierten Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Berufsgruppen zusammen, wobei auch unser Vorstand rein ehrenamtlich arbeitet. Berufstätige mit verschiedenen beruflichen Tätigkeitsfeldern und Hintergründen sind ebenso vertreten wie Studierende und Rentner*innen. Neben der Unterstützung des Hauptamts werden vielfältige Aufgaben innerhalb verschiedener Arbeitsgruppen übernommen, beispielsweise in den Bereichen Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch bei eigenen Projekten und Veranstaltungen.

Einige Mitglieder und Mitarbeitende aus Haupt- und Ehrenamt zur Mitgliederversammlung 2019

Unser Wissenschaftlicher Beirat

Für die fachliche Beratung hat das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. einen wissenschaftlichen Beirat. Dieser wirkt bei der Entwicklung von Vereinszielen und deren optimalen Umsetzung mit. Zudem gibt er fachlichen Rat und fördert die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Einrichtungen. Außerdem berät er auf Anfrage zu aktuellen medizinischen und / oder therapeutischen Themen, die das Erkrankungsbild Depression betreffen und kann bei Fragen und Problemstellungen im Rahmen der Vereinsarbeit zu Hilfe gezogen werden.

Die Berufung des Wissenschaftlichen Beirats erfolgt für die Dauer von 3 Jahren und fand zuletzt im September 2019 statt. Wir danken den folgenden Mitwirkenden für Ihre Unterstützung!

Prof. Dr. med. Georg Schomerus

Herr Prof. Dr. med. Georg Schomerus ist seit Mai 2019 Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig. Sein wissenschaftliches Interesse gilt vor allem dem Umgang mit psychischen Erkrankungen, der Frage der Bewältigung, so wie der Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber den Betroffenen.

PD Dr. Michael Kluge

Herr PD Dr. Michael Kluge ist Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig. Wissenschaftlich beschäftigt er sich mit Psychoendokrinologie und klinischer Psychopharmakologie.

Dr. Manuela Richter-Werling

Frau Dr. Manuela Richter-Werling ist Gründerin und Geschäftsführerin des Vereins Irrsinnig Menschlich e.V. Der Verein zeigt mit seinen Ideen und Programmen zum Thema seelische Gesundheit neue Wege der Prävention und Gesundheitsförderung für Jugendliche und junge Erwachsene auf. Sie ist eine der Mitinitiatoren des Leipziger Bündnisses gegen Depression.

Prof. Dr. med. Christine Rummel-Kluge

Frau Prof. Dr. med. Christine Rummel-Kluge ist Oberärztin der Psychiatrischen Institutsambulanz der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig.

Thomas Seyde

Herr Thomas Seyde ist Psychiatriekoordinator der Stadt Leipzig, d.h. er ist für die Planung und Koordination der Versorgung psychisch Kranker zuständig. Außerdem wirkt er in verschiedenen Gremien, wie dem Psychiatriebeirat mit. Auch er unterstützt das Leipziger Bündnis gegen Depression als Mitinitiator seit 2009.

Prof. Dr. med. Katarina Stengler

Frau Prof. Dr. med. Katarina Stengler ist Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Helios Park-Klinikums Leipzig

Prof. Dr. Cornelia Exner

Frau Prof. Dr. Cornelia Exner ist Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie sowie Leiterin der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz am Psychologischen Institut der Universität Leipzig. Sie erforscht u.a. neuropsychologische Aspekte der Depression sowie neue Psychotherapieansätze, z.B. die metakognitive Therapie.

Prof. Dr. med. Andries Korebrits

Herr Prof. Dr. med. Andries Korebrits ist Chefarzt der KJP Helios Parkklinikum Leipzig und Facharzt für KJP und EP. Er engagiert sich wissenschaftlich und gesellschaftlich für die Prävention und Behandlung von psychische Erkrankungen.

Prof. Dr. med. Kai von Klitzing

Herr Prof. Dr. med. Kai von Klitzing ist Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Leipzig.
In seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten beschäftigt er sich in unter anderem mit den Themen Depression und Angststörungen im Kindesalter, Frühe Eltern- Kind Beziehung, Kindesmisshandlung und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter. Er ist Präsident der World Association for Infant Mental Health.

Dr. Barbara Richter

Frau Dr. Barbara Richter leitet seit über 15 Jahren als Chefärztin die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Sächsischen Krankenhauses Altscherbitz.
Sie ist Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie, Subspezialisierung für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Schwerpunkte sind Bemühungen in der Früherkennung von Psychosen und Demenzen sowie spezifische Behandlungen postpartaler Erkrankungen im Rooming In mit dem Säugling und in der Psychoonkologie.

Prof. Dr. med. Steffi Riedel-Heller

Frau Prof. Dr. med. Steffi Riedel-Heller ist Direktorin am Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health der Universitätsklinik Leipzig.

Dr. med. Peter Grampp

Herr Dr. med. Peter Grampp ist Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum St. Georg n Leipzig am Standort Wermsdorf.


Unser Leitbild und unsere Ziele

Leitbild

Das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. engagiert sich für die Förderung des gesundheitlichen Wohlbefindens psychisch Erkrankter mit Depressionen. Unsere Arbeit richtet sich an verschiedene Personengruppen. Darunter sind Betroffene, Angehörige, Berufsgruppen mit Kontakt zu depressiv Erkrankten und die breite Öffentlichkeit. Wir wollen aufklären und sensibilisieren, um langfristig einen kompetenten Umgang mit dem Thema Depressionen zu ermöglichen. Wir treten für mehr Akzeptanz von psychischen Erkrankungen ein und möchten einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Betroffenen leisten. Einer unserer zentralen Kooperationspartner ist dabei das Deutsche Bündnis gegen Depression e.V.

In unserem Verein engagieren sich Betroffene mit einer psychischen Erkrankung genauso wie nicht Betroffene. Wir sind unabhängig in religiösen und politischen Fragen und stehen in keiner Beziehung zur Pharmaindustrie. Unsere Arbeit steht im Dienste der Gesellschaft und ist nicht profitorientiert. Wir möchten Orientierung und Hilfe zur Selbsthilfe geben, sowie zur Prävention beitragen. Kurative Leistungen, wie beispielsweise psychotherapeutische Beratung, können wir nicht anbieten. Wir betrachten die Erkrankung Depression als vielseitiges Geschehen, bei dem biologisch-medizinische Aspekte ebenso eine Rolle spielen wie psychologische und soziale. In unserer Beratungs- und Aufklärungsarbeit orientieren wir uns an der Nationalen Versorgungsleitlinie Depression.

Ziele

Unser übergeordnetes Ziel ist es, einen Beitrag zur Förderung der seelischen Gesundheit psychisch Kranker mit Depressionen zu leisten. Dies setzen wir im Augenblick in Form der folgenden drei Teilziele, die gleichzeitig unsere Arbeitsschwerpunkte darstellen, um:

Aufklärung

Gerichtet an alle Interessenten (darunter Angehörige, Betroffene und Fachpersonal) mit dem Ziel der Information über das Krankheitsbild Depression, deren Prävention, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten.

In Form von Vorträgen und sonstigen Veranstaltungen, einem monatlichen Newsletter, unserer Homepage, Pressearbeit und Aufklärungskampagnen.

Gerichtet an Fachpersonal aus dem medizinischen und sozialen Bereich zur Vermittlung von Fachwissen bei der Früherkennung von Depression und Vermittlung in professionelle Hilfe.

In Form von Schulungen und Workshops zu Depression und Suizidalität mit vermittelten Fachreferent*innen.

Vernetzung

In Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Gruppen des Versorgungssystems zur Netzwerkarbeit und zum Austausch sowie zum Ausbau des Trialoges zwischen Betroffenen, ihrem sozialen Umfeld und dem Fachpersonal aus der Versorgung.

In Form von Netzwerkveranstaltungen wie den jährlichen Wochen der Seelischen Gesundheit, das Mitwirken in Netzwerkgruppen und an anderen Netzwerkveranstaltungen, sowie informellen Informations- und Erfahrungsaustausch.

Hilfe und Beratung

Gerichtet an Betroffene, Angehörige und Interessierte.

In Form von Informationsweitergabe und -bereitstellung sowie von speziellen Angeboten und Gruppen.


Unsere Geschichte

Das Leipziger Bündnis gegen Depression wurde mit einer Auftaktveranstaltung im Gewandhaus zu Leipzig am 18. Juni 2009 gegründet und ist seit Juli 2013 ein eingetragener Verein. Seit März 2017 betreibt er eine eigene Anlaufstelle mit Öffnungszeiten im Leipziger Westen. Dort befindet sich auch der zum Verein gehörende „Theaterladen Selbst & Los“. Der Vereinssitz befindet sich weiterhin im Zentrum für Psychische Gesundheit, wo das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. seine Wurzeln hat.

Es wurde von Frau Dr. Manuela Richter-Werling, Geschäftsführerin von Irrsinnig Menschlich e.V., Herrn Thomas Seyde, Psychiatriekoordinator der Stadt Leipzig und Herrn Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig initiiert und entstand zunächst als Teilprojekt des EU- geförderten Projektes „Optimizing suicide prevention programs and their implementation in Europe“ (Optimierung von Suizidpräventionsprogrammen und ihre Umsetzung in Europa; OSPI-Europe) unter der Leitung von Prof. Dr. Hegerl.

Hauptziel des Projektes, das von 2008–2013 mit 14 europäischen Partnern umgesetzt wurde, war es, einen Beitrag zu einer verbesserten Versorgung depressiv erkrankter Menschen zu leisten und so indirekt einen günstigen Einfluss auf die Rate von Suizidversuchen und Suiziden zu nehmen. Dabei kam ein etabliertes Interventionskonzept zum Einsatz, das 2001 erstmalig in Nürnberg umgesetzt wurde. Er ist gemeindebasiert und sieht gleichzeitige Interventionen auf vier Ebenen vor:

  • Kooperation mit niedergelassenen Allgemeinmediziner*innen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Kooperation mit Multiplikator*innen
  • Angebote und Unterstützung für Betroffene und Angehörige

Eine wissenschaftliche Begleitevaluation mit positiven Ergebnissen führte 2002 zur Gründung des überregionalen Dachverbandes „Deutsches Bündnis gegen Depression e.V.“. Unter seinem Dach starteten seither über 80 regionale Bündnisse in ganz Deutschland lokale Initiativen. Wie das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. sind sie Mitglied im Dachverband, bieten Veranstaltungen und Schulungen zum Thema „Depression“ an und informieren über die Erkrankung und Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige.

Anlaufstelle des LBgD e.V. im Waldstraßenviertel

Während des OSPI-Europe-Projekts, das einen klar umrissenen Interventionszeitraum von Juni 2009 bis März 2011 vorsah, konnten eine Vielzahl von Aktivitäten initiiert und durchgeführt werden. Nach Projektende und mit Vereinsgründung wurden viele davon in ähnlicher Weise weitergeführt. Eine neue Säule der Aktivitäten ist die verstärkte Zusammenarbeit und Unterstützung der Leipziger Selbsthilfe für Menschen mit Depression.

Mehr zu unserem Projekt SelBAA 2017 bis 2019:
→ SelBAA: Selbsthilfe stärken – Beraten – Aktivieren – Aufklären

Mehr zu unserem aktuellen Projekt seit 2020:
→ Neue Zugangswege in die Selbsthilfe

Das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. dankt ...

...dem Verband der gesetzlichen Krankenkassen und dem Verband der Ersatzkassen im Freistaat Sachsen, sowie ...